Brettspielfoto Hintergrund brettspielmus

Über das

Brettspiel Museum

Liebe Brettspielmenschen,

ich bin froh und stolz Euch dieses Online Museum zu präsentieren, welches sich ausschließlich mit Brettspielen aus der Zeit von 1880 bis 1980 auseinandersetzt.

 

Die Besonderheit dieses Brettspiel Museums liegt jedoch nicht nur darin, dass es online ist. Tatsächlich ist es überhaupt recht selten eine ganzes Museum zu sehen, welches sich ausschließlich mit Brettspielen beschäftigt.

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Motivation

Natürlich gibt es viele Ausstellungen, wo Brettspiele als Exponate gezeigt werden.  Genauso gibt es dafür auch feste Abteilungen in diversen Museen. Ein vollständiges Museum, welches ausschließlich nur als Museum für Brettspiele fungiert ist jedoch sehr selten. Die Spiele werden oft nur auf einer kleinen Fläche ausgestellt, oder sie werden stiefmütterlich behandelt. Dabei gibt es doch so viele Brettspiele, die besonders in der Jahrhundertwende veröffentlicht wurden!

 

Insofern ist es mir eine Herzensangelegenheit eine Fläche zu bieten, welche sich voll und ganz diesem besonderem Thema widmet. Schließlich sind Brettspiele mehr als eine nebensächliche Freizeitbeschäftigung. Sie bilden Welten in denen man frei eigene Strategien entwickeln kann. Dabei sind sie graphisch und thematisch dem jeweiligen Zeitgeist angepasst.

Brettspiele im historischen Kontext

Brettspiele bilden ein Sammelsurium aus Gestaltung, Historie, Erziehung aber auch von Vereinnahmung bis hin zu menschenverachtenden ideologischen Themen. Das Spiel ist, in diesem Sinne, ein Spiegel der menschlichen Entwicklung und der jeweiligen Zeit. Dabei ist es so vielseitig wie die Kreativität eines Menschen. Doch wie sieht das Ganze im Detail aus?

 

Beispielsweise waren sehr oft neue Erfindungen oder Bauvorhaben in Brettspielen präsent. Egal ob Autos (mit Autorennen, Reisespielen und Verkehrsspielen), Zeppeline, Flugzeuge oder die Raumfahrt – die technische Entwicklung stand stets im Mittelpunkt des Spielgeschehens. Dabei wurden auch gleichermaßen Sehnsuchtsorte und Reiseziele in andere Länder in Brettspielen verarbeitet. Es konnte sich damals aber kaum jemand eine solche Reise leisten.

 

Natürlich waren auch Kinder stets im Fokus der Brettspielentwicklung  – für Belehrung, Erziehung und Aufklärung. So wurden Spiele sehr oft im Rahmen von Schule gestaltet und in Lottospielen eingebaut. Beispielsweise dienten unzählige 1x1 Spiele zur Übung in Mathematik – angereichert mit Themen aus der Märchenwelt, aber auch aus realen Situationen.

 

Jedoch hatten auch Brettspiele, wie vieles andere, unschöne Seiten. Vor den beiden Weltkriegen wurden die Spiele auch dazu benutzt, Menschen, ins besondere Kinder, auf die jeweilige politische Ideologie einzustimmen, zu konditionieren und zu missbrauchen. Daher ist ein gründlicher Blick gefragt, um diese fragwürdigen Seiten aufzudecken und zu analysieren.

 

Details zum Museum

 

Dieses Onlinemuseum soll insgesamt dazu dienen, Menschen gleichermaßen aufzuklären wie zu erfreuen. Gleichzeitig löst es über die Brettspiele auch Erinnerungen an eventuell eigene, erlebte Zeiten aus.

 

Der Reiz der Gesamtausstellung liegt darin, dass unterschiedliche Themenschwerpunkte im Laufe der Jahre dazu kommen, welche als Ergänzung zu einer Standardausstellung hinzugefügt werden. Mit unterschiedlichen Tags kann man im Brettspielmuseum Spiele vergleichen und zuordnen, um sich zwischen den verschiedenen Themen zu bewegen.

 

Außerdem gibt es Informationen, soweit es möglich ist, über die Herkunft, die Spielstrategie und wissenswerte Extras der jeweils ausgestellten Brettspiele. Natürlich gibt es hierbei ein paar übliche Schwierigkeiten. Einige Spiele sind mitunter vom Erscheinungsdatum sehr schwierig einzuschätzen, daher ist manchmal, wenn überhaupt, nur das Jahrzehnt zu erkennen. Außerdem sind viele der hier aufgeführten Verlage schon seit Jahrzehnten nicht mehr existent, so auch die Verlage aus der ehemaligen DDR, welche zahlreiche vor dem Krieg bekannte Firmen in VEBs umbenannt hat.

 

Von den Brettspielen wird immer das Frontcover, das Spielbrett mit diversen vergrößerten Ausschnitten, die Figuren, und die originalen Spielregeln ausgestellt (soweit alles vorhanden ist). Falls die Spiele in Büchern erwähnt werden, werde ich die Betrachter darauf aufmerksam machen. Einige dieser Spiele sind sogar live in echten Museen zu sehen! Grundsätzlich ist noch zu erwähnen, dass alle Brettspiele rein von den historischen Merkmalen und den dokumentarischen Zwecken zu betrachten sind. Alle Verlagsrechte liegen selbstverständlich bei den jeweiligen Urhebern und Verlagen.

 

Von den politischen und ideologischen Aussagen, insbesondere der Zeit von 1933 – 1945 distanziere ich mich ausdrücklich, sie dienen ausschließlich der Dokumentation, Aufklärung und zur Mahnung!

Natürlich sind alle hier ausgestellten Spiele in meinem Besitz und auch von mir in Fotos festgehalten.

Nun wünsche ich Euch viel Freude bei der Betrachtung!

Euer Jürgen

Über mich
  • Diplom Sozialpädagoge

  • Puppenspieler

  • Spiel- und Theaterpädagoge

  • Privatdozent TH Köln

  • Märchenerzähler SKA

Sammlervereine
  • E-S-G : Europäische Spielesammler Gilde